Luftfeuchtigkeit im Keller: welcher Wert normal ist

29. Oktober 2026 · InsideDry, SMP Service GmbH, Klein Rönnau

Leerer Kellerraum mit weiß gestrichenen Backsteinwänden, Betonboden, Fenster und offener Tür zum Flur
Symbolbild

Feuchte Wand, Schimmel oder Salz? Wir messen kostenlos vor Ort und sagen Ihnen schriftlich, woher es kommt.

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Eine relative Luftfeuchte zwischen 40 und 60 % gilt im Keller als normal. Kurzzeitige Spitzen beim Lüften oder nach dem Wäschetrocknen sind unbedenklich. Entscheidend ist, dass die Feuchte nicht dauerhaft über 60 % liegt, denn dann steigt das Risiko für Schimmel an kalten Wandoberflächen.

Warum ist die Luftfeuchtigkeit im Keller oft höher als im Wohnbereich?

Kellerwände sind kühler als die Wände in beheizten Wohnräumen. Kalte Luft kann weniger Feuchtigkeit aufnehmen als warme. Trifft feuchtwarme Luft auf eine kalte Kellerwand, kühlt sie ab und gibt einen Teil ihrer Feuchte als Kondensat an die Wand ab. Die relative Luftfeuchte direkt an der Wandoberfläche kann dann nahe 100 % liegen, auch wenn das Hygrometer in der Raummitte noch 60 % anzeigt.

Hinzu kommt: Kellerwände stehen im Erdreich. Ist die Abdichtung alt oder beschädigt, zieht die Wand Feuchte aus dem Boden. Diese Feuchte verdunstet in den Raum und erhöht die Luftfeuchtigkeit. In norddeutschen Kellern aus Ziegel oder Backstein tritt das häufiger auf, weil das Mauerwerk von Natur aus saugfähig ist.

Welcher Wert ist normal und ab wann wird es kritisch?

Die folgende Tabelle gibt eine Orientierung für die relative Luftfeuchte im Keller, gemessen in Raummitte.

Relative LuftfeuchteBewertung
unter 40 %Sehr trocken, für Wohnräume unüblich, für Lagerräume unkritisch.
40 bis 60 %Normaler Bereich, in dem Schimmel kaum eine Chance hat.
60 bis 70 %Erhöht, Schimmelrisiko an kalten Stellen. Lüften und Ursache prüfen.
dauerhaft über 70 %Kritisch, Schimmel ist wahrscheinlich. Eine bauliche Ursache ist zu vermuten.

Diese Werte gelten für die Luft in der Raummitte. In Ecken, hinter Möbeln oder an der Wandoberfläche kann die Feuchte höher sein. Deshalb ist eine einzelne Messung in der Raummitte nur ein erster Anhaltspunkt.

Wie messen Sie die Luftfeuchtigkeit richtig?

Ein handelsübliches Hygrometer reicht aus, um ein Gefühl für die Feuchte im Keller zu bekommen. Achten Sie auf diese Punkte:

  1. Stellen Sie das Gerät nicht an die Außenwand oder in eine Ecke, sondern etwa einen Meter von der Wand entfernt auf.
  2. Lesen Sie den Wert mehrmals am Tag ab, mindestens morgens und abends. Einmalige Messungen sind wenig aussagekräftig.
  3. Führen Sie über mehrere Wochen ein kurzes Protokoll. So erkennen Sie Muster, zum Beispiel ob die Feuchte nach dem Lüften steigt oder fällt.

Zeigt das Hygrometer über längere Zeit Werte über 60 %, lohnt sich ein genauerer Blick auf die Wände.

Was ist Sommerkondensat und wie lüften Sie dann richtig?

Im Sommer tritt häufig das umgekehrte Phänomen auf: Draußen ist es warm und schwül, der Keller ist kühl. Wer dann tagsüber die Fenster öffnet, lässt feuchtwarme Luft herein, die an den kalten Wänden kondensiert. Die Wände werden feucht, obwohl sie von außen trocken sind.

Richtig lüften Sie im Sommer nur dann, wenn die Außenluft kühler ist als die Kellerluft, also nachts oder in den frühen Morgenstunden. Ein einfacher Test: Liegt die Außentemperatur unter der Innentemperatur, können Sie lüften. Ist es draußen wärmer, bleiben die Fenster zu.

Kondenswasser im Sommer ist kein Zeichen für eine undichte Kellerwand. Eine Abdichtung ist in diesem Fall nicht nötig.

Wann liegt die Ursache in der Wand und nicht in der Luft?

Wenn die Luftfeuchtigkeit trotz richtigem Lüften dauerhaft hoch bleibt, kommt die Feuchte wahrscheinlich aus der Wand. Typische Anzeichen sind:

  • Dunkle, feuchte Flecken an der Wand, die nicht wieder trocknen.
  • Abblätternder Putz oder Farbe.
  • Weiße Salzausblühungen („Salpeter“) auf dem Mauerwerk.
  • Muffiger Geruch, auch nach gründlichem Lüften.

In diesen Fällen reicht es nicht, die Luftfeuchtigkeit zu senken. Die Wand gibt ständig Feuchte an den Raum ab. Die Ursache kann eine fehlende oder defekte Abdichtung sein oder aufsteigende Feuchte aus dem Boden. Eine Messung vor Ort klärt, wie stark die Wand durchfeuchtet ist und welches Verfahren sinnvoll ist.

So gehen Sie vor

  1. Besorgen Sie ein Hygrometer und beobachten Sie die Werte über einen längeren Zeitraum.
  2. Lüften Sie nach dem Temperaturprinzip: nur wenn es draußen kühler ist als drinnen.
  3. Prüfen Sie die Wände mit der Hand: Fühlen sie sich kalt und klamm an? Gibt es sichtbare Flecken oder Ausblühungen?
  4. Bleibt die Feuchte hoch oder finden Sie feuchte Stellen, lassen Sie die Wand von einem Fachbetrieb messen.
  5. Auf Basis der Messung erhalten Sie einen schriftlichen Plan mit Ursache, Verfahren und Festpreis.

Eine hohe Luftfeuchtigkeit im Keller lässt sich nicht immer weglüften. Liegt die Ursache in der Wand, hilft nur eine fachgerechte Abdichtung. Auf der Seite zur Kellerabdichtung erfahren Sie, welche Verfahren es gibt und welches für Ihr Haus infrage kommt. Für eine kostenlose Messung vor Ort erreichen Sie uns unter 04551 9081856.

Häufige Fragen

Welche Luftfeuchtigkeit ist im Keller normal?

Normal ist eine relative Luftfeuchte zwischen 40 und 60 %. Kurze Spitzen darüber sind unkritisch. Liegt der Wert dauerhaft über 60 %, steigt das Schimmelrisiko.

Warum ist mein Keller im Sommer feucht?

Im Sommer tritt häufig Sommerkondensat auf: Warme, feuchte Außenluft schlägt sich an den kühlen Kellerwänden nieder. Lüften Sie nur, wenn es draußen kühler ist als drinnen. Eine Abdichtung ist dann meist nicht nötig.

Wo stelle ich das Hygrometer im Keller am besten auf?

Stellen Sie das Gerät etwa einen Meter von der Außenwand entfernt auf, nicht in eine Ecke oder direkt an die Wand. Messen Sie über mehrere Wochen mehrmals täglich, um ein aussagekräftiges Bild zu bekommen.

Ab wann muss ich eine Fachfirma rufen?

Bleibt die Luftfeuchtigkeit trotz richtigem Lüften dauerhaft hoch oder zeigen sich feuchte Flecken, abblätternder Putz und Salzausblühungen, liegt die Ursache vermutlich in der Wand. Eine Fachfirma kann die Wand messen und die Ursache klären.

Kann ich die feuchte Kellerwand selbst abdichten?

Eine dauerhafte Abdichtung erfordert Fachwissen und das passende Verfahren. Bei einer Innenabdichtung bleibt die Wand dahinter feucht. Eine Messung vor Ort klärt, ob eine Abdichtung von innen oder außen sinnvoll ist.

Mehr dazu, wie wir vorgehen: Kellerabdichtung. Oder lassen Sie die Stelle kostenlos messen: Messung anfragen, Telefon 04551 9081856.
Fertig abgedichtete und weiß beschichtete Kellerwand über einem Ziegelboden
Aus unserer Praxis: Die Kellerwände haben wir von innen mit unserer mineralischen Mikrokristall-Abdichtung abgedichtet und danach weiß mit Epoxidharz beschichtet. Foto: InsideDry, mehr unter Referenzen.

Allgemeine Informationen, keine Rechts- oder Steuerberatung. Preise sind bundesweite Richtwerte, keine Angebote. Erstellt mit KI-Unterstützung auf Grundlage der genannten Fachquellen und automatisch auf Fachfehler geprüft. Alle Ratgeber-Beiträge

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